♥-lich willkommen auf meinem Blog. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich heiße Lena und komme aus Hessen. Ich hoffe euch gefallen meine Posts.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Take me away from here

Donnerstag. Endlich komme ich dazu über die letzte Woche zu reflektieren, mein Problem mit dem Wlan daheim besteht nämlich immernoch und irgendwie ist das Bloggen vom Handy aus nicht das Wahre. So still wie diese Seite in den vergangenen Tagen stand, so lebendig war mein reales Leben. Eigentlich hatte ich jede(n) Tag / Abend / Nacht  Besuch von etlichen Leuten. Einerseits bin ich darüber erfreut, schließlich suchten viele Freunde beständig meine Nähe, andererseits gab es eine Menge Ärger und Unordnung. Ich weiß ehrlich gesagat nicht, ob die positiven oder die negativen Aspekte überwiegen. Wenn ich mich selbst so im Spiegel betrachte, sehe ich ein Mädchen, ohne jegliche Ausstrahlung von Energie, ein Mädchen, dem höchstens alle paar Tage ein Lächeln über die Lippen huscht. Fragt mich jemand nach meiner letzten empfundenen Emotionen, so muss ich eine Weile in Gedanken hinabsteigen. Klar, ich hatte schöne Stunden, zum Beispiel in Niedernberg am See, da hatte es mir gefallen! Doch im Grunde genommen ist da nichts, was mir den Atem raubt, nichts, was mir eine Gänsehaut beschafft, nichts was mich wirklich bewegt. Diese innere Leere bedrückt mich zunehmend, trotzdem nehme ich sie hin und rede mir ein, dass sie genauso schnell verschwindet, wie sie gekommen ist. Nur wie, wenn nicht durch Freunde? Familie eventuell? Erinnere ich mich an den Geburtstag meines Cousins am vergangenen Sonntag, so kann ich sagen, dass mir dadurch nur schlechter ging. Ich hatte mich irgendwie dorthin geschleift, in einem erbärmlichen Zustand, bedingt durch Schlafmangel und ähnlichem, setzte mich zu Rowena auf eine abgelegene Bank und versuchte mir einen Bissen Gyros aufzuzwingen. Schaute ich zur Terasse hoch, saßen da meine Tante und mein Onkel und restlicher Anhang der Familie meines Cousins. Sie beäugten mich aus der Ferne und ich verwarf den Gedanken ihnen "hallo" zu sagen. In meinem Kopf liefen einfach zu viele Gespräche ab, auf die ich absolut keine Lust hatte.
Heute hat meine Antriebslosigkeit ihren Höhepunkt genommen; ich will mit niemandem sprechen, ich will nichts essen und ich will mein Haus nicht verlassen. Immerhin finde ich nun Zeit darüber nachzudenken, wieso das eigentlich alles so ist. Die Wahrheit ist, ich habe nicht die geringste Ahnung. Was gravierend Schlimmes ist eigentlich nicht vorgefallen, weshalb es mir so gehen könnte, allerdings auch nichts Gutes, weshalb es mir besser gehen würde. Im Grunde genommen verspüre ich das erste Mal einen Drang von hier zu verschwinden, einfach abzuhauen, mir eine Auszeit von allem zu nehmen. Irgendwohin, wo ich noch nie gewesen bin, wo neue Abenteuer auf mich warten und neue Menschen, neue Geheimnisse und neue Träume. An einen Ort, der einfach irgendwas mit mir macht. Ich versuche euch auf dem laufenden zu Halten.