♥-lich willkommen auf meinem Blog. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich heiße Lena und komme aus Hessen. Ich hoffe euch gefallen meine Posts.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Jahresrückblick 2016

Alle Jahre wieder, nach monatelangem Warten und nach grenzloser Vorfreude, kommt mein über alles geliebter Rückblick. Ich nehme euch in (wohlgemerkt) Kurzfassung mit auf eine Reise durch mein Jahr, mit allen erwähnenswerten Aufs und Abs und wünsche viel Spaß: Die Wintermonate von 2016 waren eine relativ entspannte Zeit, klar, es war Fastnacht, man war viel unterwegs und ich gut abgelenkt, von den bevorstehenden Abiturprüfungen, für die andere längst anfingen zu lernen. Um ehrlich zu sein, ist nicht viel Erzählenswertes passiert, es fing also an, wie das letzte Jahr aufgehört hatte langweilig. Im März standen dann die ersten wichtigen, schriftlichen Klausuren an, erst Englisch, was ich problemlos meisterte und worauf ich im Nachhinein auch am meisten stolz bin, dann Deutsch, was meines Erachtens so lala lief und den krönenden Abschluss lieferte mein Lieblingsfach Mathematik. Ich frage mich ehrlich bis zum heutigen Tag, wie man am Ende von 12 Jahren Schule, so verdammt wenig Ahnung von der Materie haben kann. Ende vom Lied war, ich erreichte einen Punkt, der mehr geschenkt, als wirklich verdient war und bin sehr zufrieden. Die Zeit kurz danach, in der ich mir noch nicht sicher war, über Bestehen oder Durchfallen, ist mir als quälend und unschön in Erinnerung. Ab April, meiner Volljährigkeit, sollte man meinen es ginge wieder bergauf, doch der größte Schock folgte erst. An meinem Geburtstag, Michelle begleitete mich, musste ich erfahren, dass Herwig sich an meinem geerbten Geld vergriffen hatte. Er hatte mich bestohlen und um meinen Besitz gebracht, ab dann ging das Drama erst richtig los. Endlos viele Gänge zum Anwalt, Notar, Jugendamt, auf die Bank folgten, der Kampf für Gerechtigkeit hatte begonnen. Und ich? Ich hatte abgeschlossen, der Begriff "Vater" exisitiert nicht mehr in meinem Leben, auch physisch hatte dieser sich endgültig von mir verabschiedet. Was übrigens eines meiner persönlichen Highlights darstellte. Ich erhielt das erste Mal ein Lebenszeichen von meiner leiblichen Familie, besser gesagt von meinen Großeltern und meiner Tante mütterlicherseits. Selbstverständlich war ich nach anfänglichen Zweifeln voller Hoffnung, es würde etwas daraus werden, jemand würde sich für mich interessieren. Doch schon kurze Zeit später erkannte ich, dass es keine zweite Chancen für die Menschen geben sollte, die mich vor achtzehn Jahren nicht haben wollten. Ich halte sie für Heuchler, die bloß ihr eigenes schlechtes Gewissen aufbesserten. Meine richtige Mutter übrigens hat in der Zeit nicht eine Sekunde über möglichen Kontakt zu mir nachgedacht, für mich ist diese Frau genauso tot wie meine Adoptivmutter. Ich hoffe, sie bereut es bis an den Rest ihres Lebens. 
Im Sommer war es dann endlich soweit, ich hielt mein bestandenes Abitur in den Händen, ein wichtiger Schritt für mich und meine Zukunft. Es war ein harter Weg bis dahin und ich habe oft ans Aufgeben gedacht, umso erleichterter war ich am Ende. Danach war erstmal ein Sommer puren Entspannens angesagt, den ich größtenteils mit Rowena, Lissy, Leon und Nathalie verbrachte, sowie auch Marius, Schwebbes und Co. Doch er kam leider gar nicht an den vergangenen Sommer heran, wir stritten uns oft wegen der verückten Kochtopf, wegen "MA" und Co. Letzterer war auch der Grund, wie ich später herausfinden sollte, wieso Lissy keinen Kontakt mehr zu mir will. Für deine mitlerweile 29 Jahre, verhältst du dich wie eine vorpubertierende 13jährige, falls du wirklich glauben solltest, ich hätte mich versucht an ihn ranzumachen. Die einzigen Male, wo ich mit ihm schrieb, waren die, bei denen ich versuchte, euer Verhältnis zu festigen. Bedank dich ein ander Mal. Auch mit meinem Exfreund Sebastian hatte ich für eine Weile wieder mäßigen Kontakt, brach diesen nach kurzer Zeit wieder ab, da ich mich mit keinen Leuten umgeben möchte, die jedes Wochenende einen kleinen halluzinogenen Trip machen. Dieser Junge ist mehr als verkommen und hat sein Leben nicht im Griff, aber mein Problem ist das zum Glück nicht mehr. Ich habe am Ende der warmen Monate mit Recht erkannt, wie gut es der eigenen Seele tut, von Menschen, die so viel Negativität in das eigene Leben bringen, Abstand zu halten und nahm mir vor dies weiterhin umzusetzen. Im Zuge dessen lernte ich, sagen wir mal eine Gruppe von männlichen Personen kennen, die es scheinbar nicht mal wert waren, ihren Namen auf diesem Blog auch nur einmal zu erwähnen. Doch wir hatten ein paar Monate lang eine schöne Zeit zusammen, beziehungsweise, man war gegenseitig gut unterhalten und auch der Begriff "Wurmschwanz" wurde geprägt. Zu dieser Zeit begann ich wieder Kontakt zu Elli zu haben, einer Internetfreundin, die ich breits von einem Tumblr-Treffen 2014 kannte. Es stellte sich heraus, dass sie im Nachbarkaff eine Ausbildung begonnen hatte und von da ab sahen wir uns sehr regelmäßig. Doch bevor ich diesen Punkt weiter ausführen kann, ist mein erster Urlaub zusammen mit Rowena sicher zu nennen. Uns beide hatte es nämlich ganz spontan nach Amsterdam verschlagen, wo wir viele ereignisreiche Tage erlebten. Naja, zurück zu meiner neuerworbenen Freundin. Ich hatte lange nicht mehr jemanden, der meine Tage mit so viel Leben erfüllte, wie sie. Wir machten einiges an Unsinn, fanden uns ständig in den verrücktesten Situationen wieder, blamierten uns teilweise schrecklich und lachten stundenlang am Stück. Sie brachte mich mit Menschen in Berührung, zu denen ich niemals sonst gefunden hätte, schleifte mich auf Veranstaltungen, die ich nie besucht hätte usw. Andersrum war es 1:1 genauso und wir profitierten gegenseitig viel voneinander.
Mit die aufregenste Zeit im ganzen Jahr folgte, die Herbstmonate bis zum Ende: Es ist unglaublich, wie viel ich in diesem Jahr durch eine bestimmte Person gelernt habe. (Grüße gehen raus an Eric) Ich weiß, manche der folgenden Punkte sollten selbstverständlich sein, aber es hat eben bis September gedauert, bis endgültig der Groschen gefallen ist.

1. Ja, bei Techno kann man träumen.

2. Ich bin gut so, wie ich bin. Es gibt nichts an meinem Gesicht, oder dem Rest meines Körpers zu bemängeln, jedenfalls nicht für andere. Wenn jemand nicht mit mir zufrieden ist, gehört dieser nicht zu den Leuten, die ich meine Freunde nenne. Eine Zeit lang habe ich mir eingeredet, dass Vieles an mir nicht stimmt, dass ich nicht gut genug wäre für diesen und jenen - Gott sei Dank, ich wurde eines Besseren belehrt. 

3. Ich habe erkannt, dass jeder Mensch eine Vorgeschichte hat, die er weder zu verstecken noch zu verheimlichen braucht. Manche haben viel Gutes getan, andere Leute hatten einen steinigen Weg, bis sie euch kennengelernt haben. Fakt ist, es hat sie zu genau dem Charakter gemacht, der heute vor einem steht und wäre es nicht so gewesen, hätte man sich sicher nie "gefunden". Dennoch muss man sich stets bewusst darüber bewusst sein, dass es Vergangenheit ist. Eine Zeit, die unabänderlich bleibt. Wie kann sie darüber entscheiden, wer in der eigenen persönlichen Zukunft steht? Jedenfalls sollte sie dies nicht tun. Ich weiß jetzt, dass man jedem eine neue Chance geben muss und sich ein eigenes Bild machen soll. Auch habe ich verstanden, dass es wichtig ist, einen Menschen vorab ohne seine Freunde kennenzulernen, da sie immer wieder ihre Ansichten einwerfen werden, die den Eindruck negativ oder auch positiv beeinflussen können. Und genau das ist mir viel zu oft passiert
ich will mit jemanden von 0 auf anfangen. Ich will sagen können, dass es mir egal ist, wie alle eine Person finden, weil sie zu mir nett ist. Ich will sagen können, es ist mir egal, wie viel Geld jemand hat ein Herz aus Gold ist hundertmal mehr wert. Ich will sagen können, dass ich immer hinter einem stehe, weil egal, was gewesen ist, wir jetzt befreundet sind. 
Beim besten Willen, denkt nicht, ich wäre ein sehr oberflächlicher Mensch bis zu dem Moment gewesen, aber ich habe mich mit Leuten dieser Art umgeben und ich habe mich teilweise auch gerne mal der "Bonzengesellschaft" angebiedert. Was mir zumindest manchmal außerordentlich gut gefallen hat. (Grüße auch an dich, Mike) Im gleichen Atemzug bin ich froh, die "andere Seite" gesehen zu haben: Wie es ist, wenn man Probleme mit Drogen oder der Polizei hat, sich mehr auf der Straße aufhält, als in den eigenen vier Wänden... Ich habe viel geurteilt; über die gesamte Techno-Szene und ihren Lifestyle, über "kriminelle" Jugendliche, Schulabbrecher und Co. Im Endeffekt hatte ich mit einigem recht, in anderen Punkten könnte ich mich für meine damalige Sichtweise nur selbst kritisieren. Abschließend kann ich sagen, dass es so gut wie purer Zufall war, der mich zu all dieser Erkenntnis gebracht hat. Oder viel mehr war es Elli, ich danke dir vielmals.
Vielleicht noch ein kurzer Absatz zum hier und jetzt, momentan schreiben wir den 18. 12., also kurz vor Weihnachten. (Ja, ich schreibe solche Posts gerne vor, weil ich sie ständig noch verbessern möchte und wahrscheinlich auch mehr als einen Tag brauche.) Ich habe mich entschlossen, einen Mitbewohner bei mir aufzunehmen, der das Oberste Zimmer mietet. Es ist ein sehr schöner Raum, den wir frisch gestrichen haben. Sein Name ist Leon, ihn lernte ich mit Aaron kennen, der mitlerweile auch ein Freund von mir geworden ist. Falls du das liest, ich freue mich auf Paris, auf unsere Schwarzweißbilder ohne Filter und auf mein Weihnachtsgeschenk. Bitte nimm wenigsten ein Bild, welches ich nicht schon auf meinem Handy habe. Und leg ein gutes Wort für mich ein, bei Kajo, oder wie auch immer man ihn schreibt.
Natürlich kann ich den Jahresrückblick nach so wenig Text nicht schon für beendet erklären, es gibt defintiv ein paar wichtige Zitate, Worte und Musik, die ich euch gerne vorstellen möchte. Ja, ich bin mir darüber im Klaren, dass es kein klassischer Rückblick ist, bei dem ich mich von Monat zu Monat gehangelt habe, aber mir gefällt er soweit trotzdem. Ich habe hier eine kleine Auswahl, im Folgenden findet ihr erstmal ein paar sehr wichtige Links.

  1. https://soundcloud.com/wenn-die-welt-nervt/endzeitstimmung
  2. https://www.youtube.com/watch?v=H-wYAHeNaMg
  3. https://www.youtube.com/watch?v=SMmS-86-9tA
  4. https://www.youtube.com/watch?v=mE3IjoEqMqY 
  5. https://www.youtube.com/watch?v=7_tWN9Iei7Y
  6. https://www.youtube.com/watch?v=qlGQoxzdwP4
  7. https://www.youtube.com/watch?v=iV5VKdcQOJE
  8. https://www.youtube.com/watch?v=8QRbbQ2tXGM
 Und nun folgt ein kleines Best-Of aller Zitate:

"Bring mir den Wein, Lena." - Rowena
"Ich lass' keine Chemie an meinen Körper." - Eric
"Alle zwei Stunden 'n anderes Mädel finde ich jetzt auch nicht soo gut." - seine Mutter
"Life without W-Lan, what is it good for? Absolutely nothing." - Melli
"Frag mich nich wo ich grad bin, Diggi, ich weiß nich'." - Nimo

Darauf noch wichtige Audrücke und Wortschöpfungen:

"Steggesteif" // "Öddisch" // "Kanisterkopf" // 1von10 // "AtownG" 

Ich kann von mir behaupten, wirklich gewachsen zu sein in einem Jahr, oder zumindest in den letzten Monaten davon und das konnte ich bisher so gut wie nie von mir sagen. Daher wünsche ich euch allen aus tiefstem Herzen einen guten Start in 2017, auf das all eure Wünsche in Erfüllung gehen und ihr glücklich werdet. Bleibt gesund und wir treffen uns alle wieder hier auf diesem Blog, zumindest hoffe ich es sehr. Ich liebe euch, auf ganz viele weitere Jahre. Euer Lieblingsblogger