♥-lich willkommen auf meinem Blog. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich heiße Lena und komme aus Hessen. Ich hoffe euch gefallen meine Posts.

Dienstag, 25. Oktober 2016

A b s c h i e d

Lieber Marius

Hiermit möchte ich beenden, was ich vor viereinhalb Jahren begonnen habe. Ich weiß es noch, als wäre es gerade gestern gewesen; durch einen blöden Zufall hatte ich dich auf Facebook hinzugefügt und unter einem Vorwand begannen wir zu schreiben. Schon nach kurzer Zeit wusste ich, dass ich dir vertrauen kann. Du hast dir jegliche meiner Probleme, ob zu Hause oder mit meinen Freundinnen, bereitwillig angehört und wir haben uns Lösungen gemeinsam ausgedacht. Irgendwann trafen wir uns schließlich und trotz einem kleinen Altersunterschied hatte ich jedes Mal mehr das Gefühl, mit dir auf einer Wellenlänge zu sein. Auch wenn wir so unterschiedliche Menschen waren, die Musik oder das Zocken hat uns immer verbunden. Für eine Weile warst du eine gesunde Mischung aus besten Freund und großem Bruder – wir haben nächtelang Filme geschaut, waren bis in die Morgenstunden zusammen unterwegs und ich konnte meine Sorgen völlig ausblenden. Als ich meinen Freund hatte, änderte sich dies nach einer Weile, da ich ihm zu Liebe den Kontakt mit dir minimierte. Das mag vielleicht ihn, aber niemals mich glücklich gemacht haben! Ich glaube, alle Menschen, die mich zu dieser Zeit ertragen mussten, können noch heute davon ein Lied singen, wie sehr ich ihnen die Ohren vollheulte. Es war, als hätte einfach eine wichtige Konstante in meinem Leben gefehlt, jemand, dem ich als erstes sämtliche gute Neuigkeiten erzähle oder meine schlechten Taten beichten konnte. Nach ewigen Streitigkeiten mit meinem damaligen Freund, habe ich es irgendwie nach Monaten wieder hinbekommen, Kontakt zu dir erneut aufzubauen. Was auch maßgeblich unserem 'zusammengelaufenen' Freundeskreis zu verdanken war. Von da an, war unsere Beziehung wieder sehr eng und jeder konnte sich gut vorstellen, dass aus dieser Freundschaft mehr werden könnte. Auch, wenn es nie eine ernsthafte Partnerschaft gewesen ist, so war es immer mehr für mich – dass ich mit meinem Freund Schluss machte eine selbstverständliche Konsequenz. Wir verbrachten extrem viel Zeit zusammen und ich habe bestimmt jeden Moment davon genossen. Aber nicht nur das, meine Gedanken kreisten bloß um dich, ich habe keine Sekunde einen Anderen in Erwägung gezogen, ich hatte für eine Weile alles, was ich mir wünschte. Doch auch nach dieser Zeit, in der wir uns wirklich nahe standen, fandest du einen Grund um mich selbst vor deinen engsten Freunden zu verleugnen und mit Missachtung zu strafen. Ich habe dir eintausend Chancen gegeben, selbst, wenn du dich nicht für dein Verhalten entschuldigt hast, teilweise habe ich mir dein Handeln selber erklärt. Monatelang hatte ich Verständnis für evenuelle Bindungsängste, Versuchen sich von mir gefühlsmäßig zu distanzieren, deine kleine Freundin Kochtopf, die mich regelmäßig zum Ausrasten brachte – Ich bin niemand, der aus dem Leben eines geliebten Menschens abhaut, sobald Probleme oder Streitigkeiten aufkommen; Vor all meinen Freunden, vor meiner Familie habe ich dich verteidigt, habe ihnen stets aufgeführt, welche tollen Eigenschaften und Charakterzüge du besitzt. Was auch vorgefallen ist, wie oft du vor mir deine Bedenken gegenüber unserer Verbindung geäußert hast – Ich habe mitten in der Nacht vor deiner Tür gestanden, damit du nicht einsam bist, ich habe stundenlang auf deinem Schoß oder neben dir gesessen, wenn du LoL gespielt hast, ich hab dich nach den schlimmsten Suffabenden nach Hause gebracht, ich habe deine Hand gehalten, damit du besser schlafen konntest. Ich war eine gute Freundin für dich, in allen Lebenslagen, ich war immer für dich da, selbst wenn du dich in den letzten Jahren sehr verändert hast. Ich habe immer etwas Besonderes in dir gesehen und eigentlich gibt es nur einen Wunsch an dich meinerseits: Dass du irgendwann die Zeit mit mir genauso schätzt, wie ich sie mit dir. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn ich diese Zeilen fertig getippt habe, ich habe kein Interesse daran mit dir "abzurechnen" oder dich anzugreifen, zu blamieren. Denn dafür gibt es keinen mir sinnvoll erscheinenden Grund.
Ich wünsche dir für deine Zukunft wirklich nur das Allerbeste und mir bleibt lediglich zu hoffen, dass du deinen Weg gehen wirst. Jedoch wirst du mich nicht mehr an deiner Seite haben oder auf mich im Notfall zurückgreifen können. Ich werde nie wieder gerannt kommen, wenn du nach mir rufst, ich werde dich nie wieder nerven. Hier wird kein Post mehr über dich stehen und jegliche Anspielungen in kommenden Einträgen sind, genau wie die der letzten Monate, nicht mehr auf dich zu beziehen. Ich habe Texte über dich auf diesem Blog, so wie in meinen Tagebüchern, mit denen ich eine ganze Romanreihe herausbringen könnte, es reicht. Ich habe in niemanden vor dir derartig viel Energie gesteckt, mir um keine Person vergleichbar viele Gedanken gemacht, es reicht. Durch meine Haltung gegenüber dir habe ich es verpasst, tolle Menschen in meinem Umfeld kennenzulernen oder überhaupt wahrzunehmen. Damit ist jetzt ein für alle Mal Schluss. Allein in den vergangen zwei Monaten habe ich (Gott sei Dank!) ganz viel Leben nachholen können und erst dadurch weiß ich, wie es sich wirklich anfühlt glücklich zu sein oder mit den richtigen Leuten unterwegs zu sein. (Besonderen Dank an die liebe Elli.) So Marius, das musste einfach gesagt werden und da du Angst vor solchen Konfrontationen hast und meine Freundinnen mir nicht geglaubt haben, dass ich von dir losgekommen bin, steht es nun in diesem Blogpost. Auf diese Weise finde ich wenigstens ein bisschen Ruhe, selbst wenn ich leider nicht komplett alles loswerden konnte, was ich dir gerne gesagt hätte. Abschließend kann ich nach allem was war mit einem letzten Lächeln behaupten, dass ich dich sehr geliebt habe und nie vergessen werde.

"Things change and friends leave 
and live doesn't stop for anybody."