♥-lich willkommen auf meinem Blog. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich heiße Lena und komme aus Hessen. Ich hoffe euch gefallen meine Posts.

Sonntag, 28. August 2016

The Sound Of Silence

Stille. Es herrschte eine ungemütliche Stille, nachdem er verschwunden ist. Mein "Vater", ihr wisst so möchte ich ihn nicht nennen und das stellt er auch lange nicht mehr für mich dar, ist bei mir eingebrochen. Ich lag in meinem Bett, habe Musik gehört und war am Laptop, alles war gut. Bis ich ihn auf der Treppe sah, er erhob seine Stimme gegen mich, wollte mich sprechen. Er hatte sich scheinbar irgendwie Zutritt verschafft, wie konnte das passieren? Mein Puls beschleunigt sich, ich springe auf, bin von jetzt auf gleich bei 180 angekommen. Ich kann diese Person, denn Mensch trifft auch nicht auf ihn zu, nicht mehr sehen. Plötzlich geht es mit mir durch, alles, was er mir angetan hat, wie er mich ausgeraubt hat und trotzdem Skrupel besitzt bei mir aufzuschlagen. Ich nehme also meine gesamte Kraft zusammen, schubse ihn kräftig an den Treppenabgang und er geht zum Glück von alleine hinunter. Wild fange ich an zu schreien und zu kreischen, so laut ich kann, irgendjemand wird mich hören. Er sagt, er verlässt das Haus nicht freiwillig, versucht mich festzuhalten. Ich schlage und trete wild um mich, verspreche ihm sein Schienbein zu zertrümmern, sodass er nie wieder laufen kann. Er schwört mit einer entsprechenden Geste, es ginge ihn nur um ein ruhiges Gespräch, ich solle mich wieder einkriegen. Ich werfe ihm an den Kopf, dass er meine Krankenkassenkarte abgefangen hat und lügt, wenn er nur seinen Mund aufmacht. Erneut höre ich, dass er nicht vorhat, mich in Ruhe zu lassen und abzuhauen. Noch nie wurde ich so laut, ich bin eigentlich ein ruhiger Mensch, doch nach allem was war, konnte ich mich nicht beherrschen. Dieses scheinheilige Gehabe... wie er sich mir gegenüber gibt, ich halte es nicht mehr aus. Noch einmal sammle ich meine Kräfte, nehme ein gutes Stück anlaufe, drücke ihn so fest, wie ich kann gegen den Wohnzimmerschrank, schubse ihn weiter zur Tür. Jetzt spüre ich seine Angst, ich schnappe mir die nächstbeste Waffe und bedrohe ihn, bis es mir gelingt, in zum Ausgang zu bedrängen. Und auf einmal ist alles vorbei. Ein paar Mal atme ich heftig ein und aus, wische mir den Schweiß von der Stirn, dann lasse ich mich mehr oder weniger auf meinen Teppich fallen. Meine Tante und Onkel, die irgendein Nachbar gerufen hatte, eilen in diesem Moment zur Tür hinein. Ich stehe auf und weine einfach, nie hätte ich vermutet, dass das passieren würde, wenn wir nochmal aufeinander treffen. 


Um mich zu beruhigen, sitze ich in dieser Nacht draußen im Garten und gucke mir die Sterne an. Der Himmel ist so klar, wie lange nicht mehr und es ist so beruhigend still um mich herum geworden. Ich könnte stundenlang hier sitzen und nach oben blicken, Sternbilder suchen und mich einfach nur an der Natur erfreuen. Jetzt sind alle Sorgen fürs Erste wieder vergessen. Ich kann wieder durchatmen, mein Körpergefühl normalisiert sich, mein Puls in gewohntem Tempo. "Alles wird wieder gut, es wird alles gut", flüsere ich mir zu. Und zu guter letzt, ende ich mit einem Cover, was ich sehr gern höre, nämlich von Disturbed - The Sound Of Silence :)
And in the naked light I saw
Ten thousand people, maybe more
People talking without speaking
People hearing without listening
People writing songs that voices never share
And no one dared
Disturb the sound of silence