♥-lich willkommen auf meinem Blog. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich heiße Lena und komme aus Hessen. Ich hoffe euch gefallen meine Posts.

Freitag, 15. April 2016

Geht das nur mir so? Part 2

Unser Gehirn kann ein echtes Miststück sein. Zumindest, wenn es um schlechte Angewohnheiten oder verinnerlichte Verhaltensweisen geht. Sie sind extrem hartnäckig und kleben an uns wie Kaugummi Je mehr wir sie ablehnen, desto mehr wird unser Gehirn versuchen, an ihnen festzuhalten. Es will keine Turbulenzen. Und es hat schließlich etwas davon, dass wir zu viel essen, rauchen und aufopfern oder am lieblosen Partner hängen. Denn das egoistische Gehirn tut nichts, ohne irgendeinen Nutzen davon. Nur leider ist es auf kurzfristige Genugtuung angelegt und nicht für das Langstrecken-Glück geeignet. Heißt: Wir bekommen durch unser Verhalten am Ende nicht das, was wir eigentlich wollen und fühlen uns schlecht. Ein typisches Alltagsbeispiel wäre Essen in Stresssituationen. Wir stopfen eine halbe oder ganze Tafel Schokolade in uns herein, fühlen uns einen Moment lang gut und ärgern uns im nächsten wieder über uns selbst. Ein anderes wäre eine schlechtlaufende Beziehung, in der man es einfach nicht schafft, die Reißleine zu ziehen. Aus Angst alleine zu sein, erdulden wir Gleichgültigkeit und verletzt zu werden. Aber anstatt sich der Wahrheit zu stellen, blockieren wir mit dem sinnlosen Versuch unsere Wunschvorstellungen zu erreichen, Jahre unseres Lebens.
Die Frage ist doch, wie wird man schlechte Angewohnheiten und unliebsame Verhaltensmuster wieder los? Auch hier ist Einsicht der erste Schritt und darüber hinaus muss man verstehen, was man tut oder getan hat. Für jegliches Benehmen gibt es einen Trigger und meistens ist es der einfache Wunsch gemocht, beachtet oder respektiert zu werden. Wir wollen Zuneigung, Anerkennung und mit ein wenig Liebe die Leere in uns füllen. Diese finden wir angeblich in einem riesen Stück Sahnetorte oder einem monatelang andauernden Liebesdrama.
Wenn wir herausfinden, warum wir etwas tun, sind wir einen Schritt weiter. Als nächstes kommt die Veränderung. Und Veränderung heißt hauptsächlich loslassen, eine der schwierigsten Übungen im Leben. Häufig machen wir nämlich einen Fehler und versuchen uns aktiv anders zu verhalten:

 "Ich höre jetzt auf zu rauchen", "Ab heute sage ich mehr nein." 
 Doch das egoistische Gehirn sorgt dafür, dass wir scheitern. Ist doch alles gemütlich so! Was ändern? -Autsch. Wir müssen uns selbst dazu bringen, umzudenken. Was bekomme ich, wenn ich loslasse? Wie gut werde ich mich langfristig fühlen? Wie frei werde ich sein? Der gesamte Prozess braucht seine Zeit. Weil Veränderungen weh tun, auch wenn sie sinnvoll sein mögen, rennen wir oft vor ihnen weg. Schlimmstenfalls so lange, bis wir vor Erschöpfung zusammenbrechen, anstatt uns mit dem Widerstand auseinanderzusetzen. Die Frage, die sich letzten Endes stellt, ist was mehr schmerzt. Wenn wir es wirklich schaffen loszulassen, gewinnen wir ein positiveres, leichteres Lebensgefühl. Aber nicht nur das, auch mehr Raum für uns, Zeit zum Wachsen und viel Energie. Dafür lohnt es sich doch, oder nicht?