♥-lich willkommen auf meinem Blog. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich heiße Lena und komme aus Hessen. Ich hoffe euch gefallen meine Posts.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Mein Besuch im Krankenhaus

Ich muss euch was erzählen, also die meisten werden es zwar schon wissen, aber ja, ich war im Krankenhaus. Sonntag war einfach ein fürchterlicher Tag, ich bin um halb 7 aufgewacht und musste mich übergeben, dann bin ich erstmal wieder eingeschlafen. Doch zwei Stunden später ging es wieder los und es hörte nicht mehr auf, im zehn-Minuten-Takt (leider keine Übertreibung) rannte ich ins Bad. Bis mein Körper es nicht mehr mitmachte, als meine Gliedmaßen anfingen zu kribbeln, wusste ich, mein Kreislauf war hinüber und es würde bestenfalls noch eine halbe Stunde so weitergehen, bis ich zusammenbrechen würde. Also ab ins Krankenhaus, zum Notdienst. Der Arzt, der mich in Empfang nahm erschien nicht besonders vertrauenserweckend, er war alt und sprach gebrochenen Deutsch. Gefunden hat er natürlich nichts, also wurde ich weitergereicht, zur Inneren Medizin. Dort bekam ich Blut abgenommen und einen Ultraschall, es zog sich über 5 volle Stunden! Denn neben mir in den Zimmern kam ein Notfall nach dem anderen rein, hier ein Herzinfarkt, da ein Schlaganfall. Ich fühlte mich ganz komisch, als sei ich vom Tod regelrecht eingekreist worden. Ich halte Krankenhäuser für einen unbehaglichen Ort und bin froh, dass ich seit meinem ersten Lebensjahr keines bis dahin aufsuchen musste. Auch die Ärztin dort fand nichts, alle Werte stimmten soweit, am Ende hielt man es glaub ich für eine gewöhnliche Lebensmittelvergiftung oder einen Magen-Darm-Infekt. Sofern ich das lateinische Wort auf meinem Befundzettel richtig gelesen habe. Als letztes bekam ich eine Infusion, da ich viel Wasser verloren hatte, besonders gruselig fand ich es, als mein Blut am Ende wieder zurück laufen wollte, aus dem Körper raus. Es war dunkelrot, angenehm warm, doch ich ekelte mich, als ich den dünnen Schlauch zwischen meinen Fingern hielt. Alles in allem ist mir nichts Schlimmes zugestoßen, mittags hatte sich mein Magen zum Glück beruhigt und außer etwa Appetitlosigkeit spürte ich kaum Nachwirkungen. Trotzdem komisch, ich bin sehr empfindlich manchmal, dachte eigentlich da würde mehr dahinter stecken.
Fast ausnahmslos alle haben sich nach mir erkundigt, was mich sehr gefreut hat. Sogar Leute aus einer Schule, mit denen ich nichts wirklich zu tun habe, die einfach wissen wollten, was los war. Und selbst die, die es verpeilt haben, spätestens gestern erreichten mich einige Nachrichten, ob ich auf dem Weg der Besserung sei. Ich habe mich ehrlich bei den Menschen bedankt und gesagt, dass es mir schon besser ginge. Das hat mir wirklich ein gutes Gefühl gegeben. Daher könnt ihr euch wohl ausmalen, wie enttäuscht ich über die war, denen es scheinbar egal ist, warum ich stundenlang im Krankenhaus sitze, ohne zu wissen, was ich habe. Ich meine, mir könnte sonst was zugestoßen sein. Wie kann man so egoistisch sein und Nachrichten sogar öffnen und dann nicht nachfragen? Ich meine, würde es die Person umbringen, ein kleines bisschen auf mich zu zugehen? Wollte ich nur loswerden, die meisten "Rückmeldungen" waren positiv. Ich bin heilfroh, dass es beispielsweise Menschen wie Tobi gibt, dem ich am Tag vorher gesagt hatte, es ginge mir abends nicht besonders gut und der sofort am nächsten morgen wieder gefragt hat, ob alles okay ist. Genug davon, ich ruhe mich heute noch ein wenig aus, vielleicht kann ich dann Mittwoch wieder in die Schule.