♥-lich willkommen auf meinem Blog. Wenn ich mich kurz vorstellen darf, ich heiße Lena und komme aus Hessen. Ich hoffe euch gefallen meine Posts.

Samstag, 15. September 2018

Über meine Welt an sich

Nach dem letzten Post und generell ab und an, werde ich gefragt und frage ich mich größtenteils selber, ob es ein "Für-die-Welt-gemacht-Sein" überhaupt gibt und ob ich es eigentlich auch bin oder nicht. Was eigentlich eine echt komische Frage ist, die ich heute teilweise zu beantworten versuche. 
Mir ist es oft viel zu laut und in meinem Kopf überschlagen sich die Stimmen, als würden alle Menschen gleichzeitig sprechen. Sie reden über sich selbst und andere, oder was andere zu ihnen gesagt haben, ihr kennt das. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Inhalte irgendwann anfangen zu verdrehen, wie bei stiller Post und was am Ende raus kommt, ist meist so falsch, wie die Personen selber. Bis heute verstehe ich nicht, warum so viele Menschen so viel lügen. Und jeder sagt: "Jeder lügt doch, das ist natürlich", aber keiner scheint darüber nachzudenken, dass das selbst nur eine erfundene Notlüge ist, die man sich manchmal erzählt, damit man das bei sich selbst okay-finden darf. 
Außerdem ist die Welt voller Druck und Zwang, mit dem schon die jüngsten Glieder der Gesellschaft heutzutage fertig werden müssen. Denken wir an den Kindergarten, beispielsweise wenn der Fotograf kommt und man schön aussehen muss. Da erscheint es bereits undenkbar, zu einer knallblauen Hose ein pinkes Sweatshirt anzuziehen. Als Junge? Da fangen wir besser gleich gar nicht erst an, aber die wesentliche Verformung durch geltende Regeln und Normen hat längst begonnen.
In der Grundschule erzählen sie euch dann, dass man später mal alles werden kann, wovon man jetzt nur zu träumen wagt und am Ende steht man da, mit dem Abschluss in der Hand und stellt ermüdet fest; Dass die Realität, deine Noten, die nur gezieltes Wissen beurteilen, aber nicht was du im Kopf hast, das Geld deiner Eltern, wofür sie vielleicht viel härter arbeiten, als du es im Moment realisierst und die Anforderungen der Gesellschaft dir sagen, dass du eben nicht mal ansatzweise einfach so werden kannst, was du dir wünschst. 
Ich glaube, ich könnte ewig fortfahren und wenn wir ehrlich sind, ihr auch, doch der springende Punkt ist der:
Immer sagt man: "Es gibt kein falsches Wetter, sondern nur die falsche Kleidung." Aber die Kleidung muss irgendwoher kommen und ich glaube, dass es viele Menschen auf der Welt gibt   Menschen mit einer Behinderung, Menschen mit Autismus oder Hochsensible usw., einfach schon Menschen, die teilweise über den Tellerrand sehen können und welche, die einfach nicht verstehen, warum vieles so ist, wie es ist  dass diese besonderen Personen nicht die Kleidung bekommen, die sie brauchen, um unbeschadet durch den Regen zu kommen. Und, dass diese Menschen sich nicht der Welt anpassen müssen, sondern die Welt sich ein wenig diesen Menschen.


Freitag, 17. August 2018

Statistenaufstand

Kennt ihr das Gefühl
In eurem Leben nur Statist zu sein,
Die Welt an sich ergibt schon irgendwie Sinn
Nur ihr passt das nicht so richtig rein?
Ich fühl mich wie gelähmt,
Tu als wäre was gescheh'n
Und führe Selbstgespräche,
So als gäb's was zu erzählen. 
Ich kenne das Gefühl nur allzu gut, manchmal fühlt man sich bloß als unfreiwilligen Hauptdarsteller im Film des eigenen Lebens. Als den tragischen Helden seines persönlichen Auf und Abs. Nur, dass wir nie das Skript im Voraus kennen und in vielen Situationen entsprechend unseren Text vergessen oder einen Blackout haben. Egal, was wir tun, wir sind nie sicher vor Kritik einer unsichtbaren Regie, die darüber entscheidet wie gut wir uns anstellen. Ist sie unzufrieden oder gelangweilt, dann stellt sie uns vor neue Aufgaben, gibt uns Drama oder Herzschmerz mit auf den Weg. Wie unglücklich wir auch dabei sind und wie sehr wir uns der Rolle versuchen anzunehmen, es gibt keinen Weg da raus. Es existiert keine Möglichkeit eine Szene zweimal zu spielen, Cuts zu machen. Der Film kann nie angehalten werden und das ärgert uns manchmal am meisten. Wir sind oft überfordert, gestresst und ausgelaugt vom langen Drehtag, denn wie in jeder Soap überschlagen sich positive und negative Ereignisse. Bei all der Unterhaltung, die das Publikum geboten bekommt, all den verzwickten Hintergrundgeschichten, die durch uns erst entstanden sind, vermuten wir an einem Punkt nur Statisten zu sein. Benutzt worden zu sein für die besser laufenden Erfolgsstories, die man mit alltäglichen Fillerfolgen überbrückt und selbst nur bröckchenweise serviert bekommt.
Aber eines müssen wir alle lernen, diesen Gedanken in unserem Kopf herumschwirren zu haben ist menschlich. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass es in unserem Leben wirklich nur um uns geht. Darum, dass wir uns in allen Lebenslagen selber annehmen können und zufrieden sind mit unseren Entscheidungen, selbst wenn das Schicksal einmal mehr gegen uns spielt. Was um uns passiert, können wir nicht beeinflussen, nur wie wir den Aufgaben entgegenstehen. 

Freitag, 27. Juli 2018

E r l ö s u n g

Willkommen zurück und willkommen in meinen Semesterferien. Endlich habe ich es geschafft, jeglichen Stress und Ärger loszuwerden, dem ich wegen der Uni tagtäglich ausgesetzt war. Und hey, ich bin ziemlich glücklich über den Ausgang, da ich mich echt stundenlang aufraffen musste, um zu lernen. Am Ende hat es sich doch gelohnt, auch wenn ich fast nicht daran geglaubt hatte. Ich habe sogar gute Noten bekommen und Spaß hat es mir die meiste Zeit zumindest ansatzweise immer bereitet. Entsprechend wenig Spannendes passierte während der Klausurenphase in meinem Privatleben. Dafür umso mehr jetzt hoffentlich! Aber ein guter Anfang wurde schon gemacht, dazu gleich mehr. Dazwischen noch ein kleines Update von mir und Tristan:
Wir leben nun schon länger als ein halbes Jahr zusammen, teilen eigentlich jede Sekunde miteinander, was wirklich ein ganz neues Gefühl für mich ist. Ich glaube nicht, dass ich je mehr auf einen Menschen eingestellt war, als auf ihn und nie eine engere Verbindung zu jemand anderem hatte. Doch es fühlt sich wunderbar an und ich bin wirklich glücklich mit dieser Entscheidung. Mir fällt alles im Alltag plötzlich leicht, ich bin nicht mehr besorgt über dies und das, ich genieße den Rückhalt von ihm und trotzdem gehen wir uns nicht auf die Nerven. Im Grunde genommen streiten wir nie, raufen uns schnell zusammen, da es keine Möglichkeit gibt, sich gegebenenfalls aus dem Weg zu gehen. Ich bin mir darüber bewusst, dass Tristan noch ein Stück jünger und damit ein bisschen mehr Kind ist, als ich, aber was uns ausmacht und worauf es tatsächlich ankommt, stimmt bei uns beiden überein. Wir sind nämlich mit ähnlichen Werten aufgewachsen und diese führen zu ähnlich soliden Lebensvorstellungen, zumindest früher oder später. Daher denke ich, wird er sich auch weiterhin gut in mein Leben einfügen können und ganz nebenbei noch mehr erwachsen werden. 
Nachsichtig bin ich ihm daher auch in vielen, mir reicht es, solange ich sehe, wie er sich um unser gemeinsames Leben bemüht und das tut er stets. Jeder Person hat ihre Macken, aber ich kann das ignorieren, wenn man sich dafür meine Hinweise, manche unnötig begangenen Fehler zu vermeiden, auch zu Herzen nimmt. Es ist nicht leicht, von der Schule zu kommen, nur die heimischen 4 Wände gewohnt zu sein und dann auf einmal in einer richtig festen Beziehung zu stecken, die noch mit einem aufwendigen Alltag behaftet ist, mit tausend kleineren und größeren Verpflichtungen. Mittlerweile ist Tristan schon sehr vertraut damit und alle um uns herum, Familie und Freunde, freuen sich einfach darüber. Viel zu schade eigentlich, dass es da draußen gänzlich vom Neid zerfressene Menschen gibt, die kläglich versuchen uns das Leben schwer zu machen. Ehemalige Bekannte von ihm vorzugsweise, ich schätze mich glücklich, dass sich nie jemand "von mir" gegen uns gestellt hat, aber nicht jeder hat die richtige Kontakte von Anfang an. Scheinbar war es für einen gewissen Kreis unmöglich, zu akzeptieren, dass das Leben ab einem gewissen Alter nicht mehr bloß aus chillen und Scheiße labern besteht. Aber wie erklärt man das am besten einem Haufen ungebildeter, im Beziehung und auf eigenen Beinen stehen komplett unerfahrener 17-jährigen Jungs? Richtig, es funktioniert nicht. Zumindest nicht meine rationalen Ideen, wie ein Gespräch suchen, einen geordneten Text verfassen etc. ihr kennt mich ja. 
Bei diesen Störenfrieden half im Endeffekt nur das eine, sie musste es emotional fühlen, dass Tristan jetzt anders ist und weder zu ihnen passt, noch dazu gehören will. Ihr könnt euch sicher denken, dass diese "Gefühlsnummer" nicht bloß mit positiven Emotionen verbunden war, denkt euch an dieser Stelle einige vorangegangenen tiefgründige Gespräche, Klärungsversuche und ähnliches. Auch kleinere körperliche Auseinandersetzungen, da Worte wie vermutet nicht ausreichten. Für Tristan war das alles Neuland, für mich die meiste Zeit ein nettes Entertainment zwischendurch. Kleinkriege als Zeitvertreib? Fordert mich ruhig heraus, ich bin Profi, ich schwör's. Und trotzdem, aufgepasst, jetzt wird es lustig: Letztens stand so ein kleiner dümmlicher Junge vor meiner Haustür, ich habe ihn erst gar nicht erkannt, bis mir wieder einfiel, dass er sich schon mal einen Spaß (und fragt mich nicht was das für eine Art von Provokation sein soll haha) daraus gemacht hatte, eins meiner Instagram Bilder mit "hübsch" oder dergleichen zu kommentieren. Irgendwas schien er von Tristan zu wollen, das war mir klar, obwohl er bereits mehrfach aus dem nichts sinnlose Worte über mich verlor, was ich schon ziemlich nervig fand. Vermutlich bezog er sich in seinem Blablabla auch irgendwie auf Tristans Wunsch, keinen Kontakt mehr zu ihm zu suchen, ich habe nach dem ersten Satz nicht mehr zugehört. Alles was diese Art Personen können, ist nervtötend und erklärungsresistent sein, Vorwürfe erfinden, wo keine sind und scheinbar mit allem unzufrieden sein. Ich bat ihn freundlich mein Grundstück zu verlassen, doch er stand weiterhin blöd rum und fing fast zu weinen an, weil Tristan nicht zu ihm zurückkommen wollte. Welch Überraschung aber auch. 
Mir war das zu viel, diese sinnlose Abwarterei, kurzum ich nahm die Sache selbst in die Hand, schrie noch schnell nach Zeugen und entfernte den unbeliebten Jungen eigenhändig von meinem Eingangsbereich. Er ließ sich überraschend gut vertreiben, lobte nicht zuletzt die Schärfe meiner Fingernägel, als sich diese in seinem Gesicht befanden. Und warum das Alles? Nicht weil Tristan einen riesen Fehler begangen hatte, der einen solchen "Streit" zur Folge gehabt hätte, für sowas hab ich doch Verständnis. Auch mit mir als Person, konnte es null zu tun haben, wie gesagt, wir kennen uns nicht mal. Das einzige Motiv bleibt wieder der Neid, vielleicht noch verbunden mit Eifersucht und gekränktem "männlichen" Ego. 
Es muss schlimm sein mit anzusehen, wie die besten Freunde nach dem verbauten Abitur bei Netto und Tedi anfangen, selbst da bin ich empathisch und empfinde sogar noch Mitleid, wohingegen bei Tristan alles glatt läuft. Gebt mir ruhig die weiterhin die Schuld daran, dass ihr ihm alle zu einfältig geworden seid, ich nehme das als Kompliment. Denn ich habe es geschafft, seinen Charakter zu formen, seine Sinne zu schärfen und insoweit ein Gespür zu etablieren, dass er jeden von euch nicht mehr ausstehen kann. Und an diesem persönlichen Erfolg, kann auch keine Stichelei mehr was ändern. Ich danke euch fürs Lesen, auch dass manche mich weiterhin verfolgen werden, das rumschicken und darüber sprechen, die mich gar nicht mögen. Damit macht ihr mich zu eurem Mittelpunkt, das fühlt sich großartig an und ist mir eine Ehre, auch gerne weiterhin.